Heidiland - Die schöne Schweiz

 

 

 8 Tage Rundreise Schweiz

Bocholt - Bern - Genfer See - Zermatt - Lago Maggiore - Luzern - Zürich - Rheinfall - Bocholt

= 2082 km

 

 


Tag 1:

Bocholt - Bern = 696 km

 

Ich beginne meine Tour in Bern, die Bundeshauptstadt der Schweiz und dem Weltkulturerbe der UNESCO. 

 

Die Altstadt ist bei Touristen sehr beliebt und hat einiges zu bieten:

Am verzierten Uhrenturm Zytglogge versammeln sich jeweils vier Minuten vor der vollen Stunde die Menschen, um die vorbeiziehenden Figuren zu bestaunen und dem Glockenspiel zuzuhören. 

Das gotische Berner Münster aus dem 15. Jahrhundert prunkt mit dem höchsten Kirchturm der Schweiz (100m). Es gibt einen Botanischen Garten und elf Zierbrunnen stehen in der Stadt verteilt.                    

Die Stadt soll laut Volksmund den Namen von den Bären haben. Diese sind im Bärenpark am Fluss (Ostende der Nydeggbrücke) anzutreffen. Hier können sich die Bären austoben und es macht Spaß ihnen dabei zuzusehen. 

Es gibt viele kleine Wanderwege um die Stadt herum, wo man beste Sicht auf die Altstadt hat. Als ich im Frühjahr zu Besuch war, blühte die Kirschblüte weit und breit. 

Die Stadt lädt zum Bummeln ein, setz dich einfach in eines der hübschen Café und beobachte das Treiben- es lohnt sich. 

Übernachtet habe ich im Bed and Breakfast Im Klee, ein glutenfreies Frühstück war nach zuvoriger Nachfrage kein Problem und ich erhielt Müsli, Joghurt und Obst. 

 


Tag 2:

Bern - Genfer See = 90 km

Auf dem Weg zu meinem Ziel Zermatt lege ich am Genfer See eine Pause ein. Die mit Schnee bedeckten Gipfel der Berge säumen den blauen See und laden zum verweilen ein.

Wo bitte kann der Frühling schöner sein?

Nach einem Spaziergang an der Promenade von Montreux und einem Halt an der berühmten Burg  Chateau de Chillon geht es weiter durchs Heidiland. Immer wieder begegne ich Züge, die sich über die Wiesen und durch die Berge schlängeln. 

 


 

 

Genfer See - Zermatt = 140 km

Von Täsch nehme ich den Zug ins autofreie Zermatt und halte meine Kamera bereit, um mir nicht den ersten Anblick des Matterhorns entgehen zu lassen. Zermatt gehört schon lange zu den schillerndsten Orten der Schweiz. Trotz einer Wanderung über einer der gekennzeichneten Wege, versteckt sich der Riese (4478m) hinter dem Schleier von Nebel vor mir. Auf der Einkaufsstraße kommen mir viele Skifahrer entgegen, teils hübsch verpackt in silber- und goldfarbenen Anzügen und sicherlich darf der Pelz an der Kapuze nicht fehlen. In meiner lockeren Jeansjacke fühle ich mich etwas ´underdressed´. Aber es gibt schließlich wichtigeres und siehe da, Stefanie´s Creperie bietet glutenfreie Crêpes mit wahlweise herzhafter oder süßer Füllung. Göttlich, sag ich nur. 

Übernachtet habe ich zurück in Täsch im Swiss Budget Alpenhotel.


Tag 3:

Zermatt - Lago Maggiore = 140 km

Auch wenn das Wetter am nächsten Tag alles andere als mediterran ist, fühlte ich mich am Lago Maggiore (Locarno) bereits zügig willkommen. Die italienische Atmosphäre...was eine Sprache so alles ausmachen kann...gab mir noch mehr das Gefühl, weit weg von zu Hause zu sein. Ob das gut ist? Ich finde schon :).

Die unheimliche Weite des Lago Maggiores bringt ein ordentliches Gefühl von Freiheit mit sich. 

In der Trattoria Ristorante Pizzeria Campagna aß ich eine glutenfreie Pizza. Na, Ein Schnapper war es nicht, aber wollen wir uns nichts vormachen: Ich bin in der Schweiz! 

Lasst euch eine Übernachtung in der Pension Orlanda nicht entgehen, der Ausblick auf die Stadt und den See ist atemberaubend. 

 


Tag 4:

 

 

Lago Maggiore - Verzascatal = 21 km

Das Bergdorf Lavertezzo im Verzascatal (Tal im Schweizer Kanton Tessin) ist unglaublich friedlich, urig, ursprünglich. An einem sonnigen Tag kann man sich am eisblauen Wasser des Stroms unheimlich gut erfrischen, aber aufgepasst: die Felsen im Tal sind rutschig :). 

Verzascatal - Luzern = 167 km

Weiter geht es durch faszinierende Landschaften in die nächste Stadt: Luzern. Luzern ist wunderschön, direkt am Vierwaldstättersee gelegen. Die gut erhaltende Altstadt aus dem Mittelalter, überdachte Brücken und bonbonfarbene Häuser machen die Stadt aus. Die knarrende Kapellbrücke ist wohl das bekannteste Fotomotiv der Stadt. 

 

Luzern - Zürich = 53km

In Zürich übernachte ich privat bei einem Freund in der Stadt.  


Tag 5:

 

Zürich gilt als einer der lebenswertesten Orte der Welt. Die Stadt ist die größte und wohlhabendste Stadt des Landes. Da kann man doch gerne schnell 50 € für zwei Burger, zwei Pommes, einen Wein  und ein Bier ausgeben :). 

Glutenfreies Essen ist in der Stadt keinerlei Problem, nutzt Seiten wie Google oder Tripadvisor und ihr werdet schnell fündig. 

Die Altstadt ist herrlich verwinkelt und meine Kamera blieb nie lange in der Tasche. Zürich ist lebendig, bunt und macht vor Kreativität keinen Halt. 

Züri-West ist der hippe Teil der Stadt, in dem man die Nacht zum Tag werden lassen kann. Prost!


Tag 6:

 

Vom Hauptbahnhof stieg ich in den Zug (Linie S10), der mich innerhalb von zwanzig Minuten zum Uetliberg fährt. Zehn weitere Minuten strammer Fußweg und ich war bereits auf dem Gipfel des Berges, der einem die Sicht auf die Stadt und den Zürichsee bietet. 

Viele Wanderwege geben Möglichkeit den Berg zu erkunden, ich entschied mich für den Planetenweg, der durchweg gut gekennzeichnet ist.

Zwischendurch ein Snickers aus dem Automaten und der Hunger ist gegessen :).


Tag 7:

Zürich - Stein am Rhein = 56 km

Meine Reise durch die Schweiz nähert sich langsam dem Ende. Vorbei am Städtchen Stein am Rhein mit seinen kleinen verwunschenen Häusern, geht es weiter nördlich der Grenze zu. 

 

Stein am Rhein - Rheinfall = 22 km 

Und da sind wir: Am Rheinfall, Europas größter Wasserfall, welcher einen beeindruckenden Anblick bietet. Zahlreiche Wege am Ufer entlang führen zu Aussichtspunkten. Die Dimensionen der gewaltigen Wassermassen sind über ein Bild leider kaum auszumachen, auch das tosende Geräusch ließ sich nicht einfangen. Verrückt, dass der Rhein nur wenige Meter weiter wieder ganz friedlich seinen Weg Richtung Deutschland aufnimmt. 

 

Rheinfall - Bodensee = 63 km

Der Rheinfall ist das letzte was ich von der Schweiz sehe...

Dennoch konnte ich den schönen Bodensee nicht außenvor lassen und besuchte Konstanz. Die Seepromenade lädt zum flanieren ein und die Urlaubsstimmung hält an...bis ich mich am nächsten Tag ins Auto setze, zurück nach Hause. 


Tag 8:

Bodensee - Bocholt = 634 km

Ich trete den Rückweg an, sammele ein paar Mitfahrer ein, die sich über die App BlaBlaCar gemeldet haben, was mir die Rückfahrt nicht so lang erscheinen lässt. Genug zu erzählen hat man nun allemal.


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Fazit:

Die Schweiz ist absolut sehenswert- Für Naturliebhaber genau das Richtige. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann diese sicher toll mit Rucksack und Wanderschuhen in den Bergen verbringen, die Kulissen sind einmalig. Die Berge, die oft schneebedeckten Gipfel, die kobaltblauen Seen, die grünen Felder...mit dem Frühling als Reisezeit habe ich tolle Erfahrungen gemacht. 

Das Land zeigt sich facettenreich, schon allein durch den Einfluss der verschiedenen Sprachen. 

Das Straßennetz ist gut ausgebaut, immer wieder durchquert man Tunnel oder man fährt über einen Pass. 

Was ich gelernt habe: Befestige dein Navi in der Schweiz niemals an der Windschutzscheibe, dies wird bei Polizeikontrollen mit einer Geldbuße bestraft. 

Die Preise im Land sind für einen Backpacker dürftig, wer mit dem eigenen Auto anreist hat aber Möglichkeiten eines an Proviant einzuführen, die aktuellen Einfuhrbestimmungen sind einfach im Internet einzusehen. Gezahlt wird mit dem Schweizer Franken.

Ich habe mich in der Schweiz durchweg sicher gefühlt, es wirkt so friedlich und den Begriff Heidiland habe ich nicht umsonst gewählt.