Kalifornien - Das Land der Giganten

 

3 Wochen Rundreise Kalifornien

Los Angeles - Highway 1 - San Francisco - Lake Taheo - Mono Lake - Yosemite Nationalpark - Death Valley - Las Vegas - Grand Canyon - Joshua Tree Nationalpark - Los Angeles

= 3210 km

 


Tag 1:

Lange habe ich drauf hingefiebert und schon saß ich im Flieger in die Staaten. Am frühen Abend in Los Angeles angekommen, wurde nur noch auf den bevorstehenden Urlaub angestoßen und sich dann früh ins Bett verabschiedet um am nächsten Tag voller Energie zu starten. Das Hostel Stay on Main liegt Zentral in LA-Downtown und beim kleinen Frühstücksbuffet fand ich auf anhieb glutenfreies Knäckebrot und glutenfreies Müsli. Auf geht's!


Tag 2:

Bereits früh am Morgen machten wir uns auf den Weg, und zwar zu Fuß (!), durch LA-Downtown nach Hollywood. Rückblickend ist Hollywood für mich das einzigste, was man von Los Angeles gesehen haben muss, die restliche Stadt ist für mich weiter nicht groß interessant...Wir liefen auf dem Walk of Fame über die Sterne, versuchten den Berg mit dem Hollywood Sign zu erklimmen (lasst dies bleiben, es ist mühselig und drumherum ist alles zu genüge abgesperrt, aber natürlich musste ich mich zunächst selbst davon überzeugen :P) und mussten den Touristen raushängen lassen, indem wir uns eine Bevery Hills Tour haben aufquatschen lassen. Jetzt weiß ich also, wo die Stars der Welt zu Hause sind. Überall gibt es Möglichkeiten etwas  zu snacken, sämliche Cafés bieten glutenfreies Gebäck an und wenn gerade nichts in Sicht ist, gibt es am Straßenrand frische Mango (wie soll es auch anders sein) im XXL- Format. 


Tag 3:

Wer vom Trubel der Großstadt die Nase voll hat, den zieht es mit der Straßenbahn Richtung Strand und dem Venice-Boardwalk. Glaubt aber nicht, dass es hier weniger turbulent zugeht.

Der Lonely-Planet Reiseführer beschreibt es ganz richtig: "Wer sich zu spät geboren fühlt und immer gern ein Hippie gewesen wäre, sollte zum Boardwalk kommen und sich eine von Räucherstäbchen geschwängerte Prise Venice gönnen- jenes Boheme-Orts mit Aussteigern, Künstlern, Esoterikern, wegemüden Tramps, Freaks und Freigeistern." Wir folgen dem Venice-Broadwalk bis nach Santa Monica, dem Ende der Route 66 und gleichzeitig das Ziel des totalen Wahnsinns. Durchgeknallter kann ein Ort nun wirklich nicht sein, sich hinzusetzten und die Menschen, den Rummel auf sich wirken zu lassen verspricht       Reizüberflutung pur! 

 


Tag 4:

Los Angeles - Malibu - Santa Barbara - Solvag - San Simeon = 390 km

Ab heute wartet der Mietwagen auf uns, der uns über den Highway 1 mit einigen Zwischenstopps bis nach San Fransisco bringt. 

In Malibu lohnt es sich den Wagen kurz stehenzulassen und den Strand aufzusuchen, der Surfrider Beach bietet die besten Wellen Südkaliforniens und was fest steht: Die Jungs sind nett anzusehen :). In Santa Barbara besuchen wir den Hafen mit seinen vielen Fischerbötchen und jede Menge Möglichkeiten frischen Fisch zu verputzen. In Solvag musste ich mich kurz neu orientieren...bin ich in Holland?...nein, Solvag ist ein dänisches Dorf und eine Bäckerei nach der nächsten trumpft auf. In der Mortensen´s Danish Bakery gibt es glutenfreies Gebäck- Da kommt Kaffeedurst auf! Weiter geht es zurück an die Küste zum Pismo Beach, von dem wir sogar Delphine beobachten konnten. Viele Haltebuchten mit unbeschreiblichen Aussichten auf das Meer lassen den Tag und die Fahrt wie im Fluge vergehen. In San Simeon übernachten wir im Silver Surf Motel


Tag 5:

San Simeon - Big Sur - Carmel - Monterey = 151km

Nicht weit nördlich von San Simeon wird mit Hinweisschildern auf eine Kolonie See-Elefanten aufmerksam gemacht. Sobald man aus dem Auto aussteigt, steigt einem ein stechender Duft in die Nase und ich wusste schnell: Hier bin ich wohl richtig. Auf einer Sandbank tummeln sich abertausende See-Elefanten, sie bölken, kebbeln, entspannen was das Zeug hält und wenn man möchte kann man ihnen wohl stundenlang bei ihren Beschäftigungen zusehen. 

Am Pfeiffer Beach lassen wir uns frischen Wind um die Nase fegen. Der Strand ist halbmondförmig und zwischen den Felsen toben die Wellen. Big Sur lässt die Küste im vollen Glanz erstrahlen, Nebelschwaden und der Sonnenschein wechseln sich ab und lassen die Gegend fast mystisch erscheinen. Die Bixby Bridge ist die höchste Brücke der Welt ohne Zwischenstützen. In Carmel-by-the-sea reiht sich ein tolles Cottage ans nächste und dass die Einwohner nicht auf jeden Dollar-Cent achten müssen ist schnell ersichtlich. 

Passend zum Sonnenuntergang sind wir in Monterey und checken ins Monterey Fireplace Inn ein. 


Tag 6:

Monterey ist eine Abeiterstadt in der sich alles rund um das Meer und den Fisch handelt.

An diesem Tag stechen wir früh auf See zu den Walen. Organisationen, die Whale Watching Touren anbieten heißen z.B. Monterey Whale Watching oder Monterey Bay Whale Watch. Es ist ein rauer Tag, der Pazifik ist aufgewühlt und der Seegang nichts für schwaches Gemüt. Wir sind einige Stunden unterwegs und sehen auch einige Wale, allerdings sind diese immer nur kurz im Blickfeld und aufgrund der Wellen nur schlecht fotografisch einzufangen. Aber es ist toll, das Gefühl von Freiheit macht sich so richtig breit...Wenn gleich auch das Gefühl von Sicherheit und ´Boden unter den Füßen´ am Ende der Tour eine willkommene Abwechslung ist. 

Der 17-Mile-Drive steht am Nachmittag auf dem Programm. Mit 10$ Maut ist man dabei und hinter jeder Kurve zeigt sich ein neues Postkartenmotiv. Wenn man dann noch von einem freundlichen Ehepaar zum Chai-Latte eingeladen wird, nur weil man sie netterweise am selben Tisch platz nehmen lassen hat, dann würde ich sagen war der Tag mehr als gelungen. 


Tag 7:

Monterey - Santa Cruz - Pescadero - Half Moon Bay - Reddwood City = 181 km

Santa Cruz folgt seinem eigenem Rhythmus. Der Santa Cruz Beach Boardwalk war außerhalb der Saison leider bereits geschlossen, dennoch verspürt man in der Stadt ein einzigartiges Treiben und auf Eiscreme und Zuckerwatte muss nicht verzichtet werden. Nach einem Milchshake und gefühltem Zuckerschock (Viel Eis, wenig Milch, viel Sahne, dickes Stück Fuge on Top) fühle ich mich bereit für die Weiterfahrt. Die Kleinstadt Pescadero lockt mit dem Pepple Beach, einem riesigen Gezeitenbecken. Pigeon Point Light Station ist ein stürmischer Ort mit alten Leuchtturm. Half Moon Bay ist die schönste Highway Strecke an vielerlei Stränden und Farmen vorbei. Hier fühlen sich die Möwen wohl- Und ich mich auch! Wir übernachten im Pacific Euro Hotel in Reddwood City um möglichst nah an meinem nächsten Ziel zu sein. Und ich kann vor Aufregung kaum einschlafen- denn am nächsten Tag bin ich in

San Fransisco


Tag 8:

Redwood City - San Fransisco = 42 km 

Die Mietwagenabgabe erfolgt und dann sind wir bereit für San Fransisco. Auf dem Programm stehen eine Fahrt mit der Cable Car, die kurvige Lombard Street, die Fisherman´s Wharf und der Coit Tower mit seinem 360 Grad Panorama Blick über die Stadt. 

Bei Flying Falafel werben sie mit glutenfreiem und veganem Essen, und die Falafel mit Salat und Pita waren mit Abstand die Besten, die ich bisher gegessen habe. 

Im Johnny Foley´s Irish House gab es an diesem Abend ein lebendiges Piano-Battle mit Liederwünschen der Gäste, absolut empfehlenswert!


Tag 9:

 

 

Da ist sie- die Golden Gate Bridge- für mich die schönste Brücke der Welt. Die Brücke stand im Mittelpunkt dieses Tages. Im Golden Gate Park liehen wir uns im Golden Gate Park Bike & Skate ein Rad und machten uns auf. Das Grün des Parks wird am Ocean Beach vom weiten Blau des Pazifiks abgelöst. Vom Baker Beach hat man den besten Blick auf die Brücke und es folgte ein langer Stopp zum Einfangen von unzähligen Bildern...auch die Felsen am Strand laden hier ordentlich zum Klettern ein, um dem Fotomotiv möglichst nah zu sein. 

Der Radweg ist durchweg gut zu beschreiten und ausgeschildert. An der Brücke angekommen geht es mit den Rädern bis zur anderen Seite nach Sausalito. Es geht ordentlich in die Beine, aber die Euphorie nimmt alle Anstrengung in Kauf. Von der gegenüberliegenden Seite hat man einen wahnsinnig tollen Ausblick auf San Fransisco und im Aurora Ristorante Italiano hol ich mir mit einer glutenfreien Pizza meine Kräfte zurück. 

Puh, nach 35 km in der prallen Sonne, dem rauf und runter der Berge und mit einem einfachen Leih-Bike, habe ich in der Nacht mehr als gut geschlafen. Aber es ist einer der Tage meiner Reise, die besonders im Kopf bleibt. 


Tag 10:

Den dritten Tag in San Fransico haben wir uns einfach Zeit genommen, um die Stadt auf uns wirken zu lassen. Zeit zum Latte Macchiato und Chai Latte trinken, zum Icecream essen und um ein paar weitere Dollar auf den Kopf zu hauen- Shoppen in Amerika macht doch Spaß und ein paar neue Chucks sind schließlich nie weg ;). 


Tag 11:

San Fransisco - Muir Woods National Monument - Point Reyes National Seashore - Lake Tahoe = 405 km

Und nun fängt das Abendteuer erst richtig an...wir holen unseren Bulli ab! Escape-Campervan hat eine tolle Auswahl an Angeboten und der klare Vorteil vom Van ist: Man hat das ´Zu Hause´ durchweg bei sich. Und seid mal ehrlich: Sieht er nicht toll aus? :)

Von San Fransisco geht es für einen halben Tag weiter die Küste hoch. Im Muir Woods National Monument sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Die riesigen und uralte Redwoods sind die höchsten Bäume der Welt und entsprechend beeindruckend.  

Die Halinsel Point Reyes ist windumtost. Ich mag Orte wie diese, sie wirken geheimnisvoll. Unzählige Schiffwracks sollen vor dieser Küste liegen. Wer ein wenig Glück im Gepäck hat, sieht den ein oder anderen Meeressäuger. Wale wo seid ihr?

Und dann war es schließlich Zeit der Küste Lebewohl zu sagen und ihr den Rücken zuzukehren...das soll nicht heißen, dass es ab nun langweiliger wird. 

Im Van geht es zum Lake Tahoe. Ab nun habe ich meine eigene Küche dabei und nach täglicher Überwindung den Gasherd anzuschmeißen, klappt es dann doch (ich hab schließlich meine kleine Schwester dabei :D) und Dinge wie Porridge, Nudeln oder Rührei kommen auf den Tisch. Ich habe immer darauf geachtet vor Einbruch der Dunkelheit gegessen und gespühlt zu haben, um den Bären nicht in einem nicht geplanten Moment unangenehm nahe zu sein. 


Tag 12:

 

Man wacht auf mit direktem Blick auf den See, der so schön friedlich vor einem liegt. Klare Luft, aber so frisch, dass ich mit der heißen Dusche im Waschhaus direkt mal den Feuermelder auslöse :), hupsi. Am Lake Tahoe ist es sicherlich überall sehr schön, Taheo Vista wird aber als hübschester Ort am See beschrieben. Wer Lust hat kann sich einem breitgefächerten Angebot an Wassersportmöglichkeiten widmen oder einfach nur am Ufer entspannen. Das Wasser ist mächtig kalt, Lake Taheo ist der zweittiefste See der USA. 


Tag 13:

Lake Tahoe - Bridgeport - Bodie State Historic Park - Mono Lake = 216 km

Wer in einer natürlichen Thermalquelle baden möchte, sollte nach Bridgeport kommen. Es dauerte etwas bis wir die Bridgeport Travertine Hot Spring  gefunden haben, doch dann machten wir es uns in der natürlichen Badewanne gemütlich. Die natürliche Quelle soll eine positive Wirkung auf den Körper haben, aber eines ist klar: sauber macht sie ihn aber auf jeden Fall nicht :). 

Im Bodie State Historic Park begibt man sich auf die Reise ins Zeitalters des Goldrausches. Die Geisterstadt ist wirklich toll erhalten. Alte Bierflaschen, umgestoßene Stühle und Fässer mit der Aufschrift ´Sauerkraut´ geben einen Eindruck darüber, wie schnell die Dorfgemeinde früher geflohen sein muss. So stellt man sich den Wilden Westen vor. 

Genau zur richtigen Zeit kommen wir an den Mono Lake. Die Mischung aus dem hellblauen See, der dunkel aufkommenden Regenwolken, der gelben Gräser und der hellen Tuffsteingebilde ist ein wahres Farbspiel. 


Tag 14:

Mono Lake - Yosemite Nationalpark = 24 km

Für Naturfreunde ein Park an dem man keineswegs vorbeikommt- der Yosemite Nationalpark wurde von der Unsesco zum Weltnaturerbe erklärt. Das Herz des Parks ist das Yosemite Valley mit Visitor Center und Restaurant. Der 2695m hohe Half Dome zählt zu den Wahrzeichen des Nationalparks. Es gibt unzählige kleine und große Wandertrails und die Yosemite Falls sind mit ihrer Höhe von 740m die größten Wasserfälle Nordamerikas. Es macht unheimlich Spaß sich durch den Nationalpark zu bewegen, man ist ´freier Vogel´ und die Kamera verblieb nie lange still. Wie schön: Die kleinen Streifenhörnchen sind der Hit!

Mitten im Park suchten wir uns einen Campingplatz und ich fühlte mich den Bären so nah wie nie, aber Bekanntschaft wollte tatsächlich weiterhin keiner mit mir schließen. 


Tag 15:

Yosemite Nationalpark - Devils Postpile National Monument - Mazanar National Historic Site - Death Valley = 345 km

Turnschuhe an und es geht auf die nächste kleine Wanderung im Devils Postpile National Monument. 4 Km läuft man dort zu den Rainbow Falls. Eine aktive Abwechslung für Zwischendurch. Wir kommen mit einem Amerikaner ins Gespräch, dessen Vater in der Schweiz lebt, er freut sich darüber ein paar Worte der deutsche Sprache zu wechseln. Zwischenstopp ist die Great Basin Bakery, die unglaublich leckeren glutenfreien Kuchen anbietet und auch herzhafte Snacks als Alternative. Im Manzanar National Historic Site begeben wir uns auf die Spuren eines dunklen Kapitels der USA- hier waren nach dem Angriff auf Pearl Harbor im Zweiten Weltkrieg 10000 Menschen japanischer Herkunft zusammengepfercht. Viele niedergeschriebenen Erfahrungen zur damaligen Zeit lassen Verganheit für einen Moment fast lebendig werden. 


Tag 16:

Manzanar National Historic Site - Death Valley = 104 km

Furnace Creek ist das Herz vom Death Valley. Hier gibt es eine Reihe an Campingplätzen, Restaurants und wenn man unsinnigerweise nicht vorgesorgt hat, kann man hier für unglaublich viel Geld Trinkwasser kaufen, was an diesem Ort definitiv benötigt wird. Noch nie habe ich in meinem Leben so geschwitzt (mh,interessant oder?!), die Sonne knallt und der Name ´Tal des Todes´ kommt nicht von ungefähr. Wo man sich noch einen Tag vorher im Satten Grün aufgehalten hat, wirkt die Landschaft an diesem Tag leblos und karg, einseitig aber dennoch ganz und gar nicht langweilig. Badwater ist ein Salzsee auf dem man hinauswandern kann und am Father Crowley Point blickt man tief in den Rainbow Canyon hinein, wo die Farben in den unterschiedlichsten Braun- Geld und Rottönen unter der Sonne leuchten.

 


Tag 17:

 

Death Valley - Las Vegas = 241 km

Ein langer Weg durchs Nichts folgt und auf eine Auto- bzw Vanpanne war ich hier tatsächlich nicht scharf...Dass am Ende der Straße mitten aus der Wüste eine Stadt entspringen soll ist kaum vorstellbar. Aber in Amerika sind die Möglichkeiten bekanntlich unbegrenzt und aufgrund der Reizüberflutung, die auf mich einprasselt fahr ich fast am Eingangsschild vorbei. 

Das mich eine Stadt wie Las Vegas in irgendeiner Form beeindrucken würde, hatte ich nicht gedacht. Aber die Stadt ist einmalig. Glitzernde Showgirls, Elvis der wieder zum Leben erwacht ist, alle meine lieben Disneyfiguren und die leckeren M&Ms. Vor der Freiheitsstatue stehen, den Eifelturm begutachten, Venedig kennnelernen...alles innerhalb weniger Stunden, das ist Vegas, Baby! Absolut Verrückt. 
Naja, das Glück im Spiel war nicht so ganz auf unserer Seite, dafür waren wir genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als uns am Ballagio die Melodie ´Your Song´ von Elton John Gänsehaut beim Springbrunnenkonzert bescherte.
Am alten Strip in Las Vegas Downtown gibt es stündlich am Abend auf der Fremont Street Experience eine Lichtshow.
Lasst die Stadt auf euch wirken, das ist alles was man hier tun muss und damit ist man reichlich beschäftigt, versprochen :).

Tag 18:

 

Las Vegas - Grand Canyon = 443 km

Von Nevada geht es nach Arizona... vom Glitzer zurück zur Natur- und die Welt liegt einem zu Füßen, was für ein gewaltiger Grand Canyon.

Mit dem kostenlosen Shuttle kann man den South Rim, eine malerische Route an der Schlucht entlang fahren. Er hält immer wieder an, um die Aussicht von Plattformen auf sich wirken zu lassen. 

Der Sonnenuntergang am Canyon ist sagenhaft, und danach geht es zügig unter die muckelige Decke in den Van, denn mit dem Untergang der Sonne wurde es ganz schön frisch!


Tag 19:

Grand Canyon - Route 66 - Joshua Tree Nationalpark = 612 km

Der Tag bringt viele Kilometer mit sich, doch mit dem passenden Heißgetränk und geschmierten Käsebroten im Auto machen wir uns auf den Weg. Tatsächlich gelingt es einen Teil der Route 66 zu befahren und auch ohne Motorrad macht dies Laune. Es sind große Trucks unterwegs und die Straßenränder werden von alten Schildern oder Prints gesäumt. Um das ein oder andere Fotoshooting kamen wir wohl nicht drum rum.

Im Joshua Tree Nationalpark angekommen bekommt man über den Hidden Valley Trail einen guten Eindruck über die Pflanzenwelt im Park und überall finden sich eine große Ansammlung von aufeinanderliegenden Felsen. Hier übernachten wir auf dem, wie ich finde, schönsten Campingplatz der Tour und der Wein, gemeinsam mit Pasta+ Ketchup, schmeckt an diesem Abend besonders gut. 


Tag 20:

Joshua Tree Nationalpark - Palm Springs = 55 km

Auf dem Keys View (1580m) frühstücken wir am Morgen, und der Blick reicht weit, an besonders guten Tagen sogar bis hinüber nach Mexiko. 

Mit der Seilbahn geht es in Palm Springs durch fünf Klimazonen auf einen 1800m hohen Berg, auf dessen Plattform man gemütlich spazieren kann.


Tag 21:

Palm Springs - Los Angeles = 172 km

Nach drei Wochen geht es zurück zum Startpunkt der Reise- nach Los Angeles. Mit einem weinenden und einen lachenenden Auge geben wir den bunten Van ab, der uns gute Dienste erwiesen hat. Im Hotel LAX Suites, nahe am Flughafen und mit kostenlosen Shuttle am nächsten Tag dorthin, legen wir uns an den Pool und gönnen dem Körper etwas Ruhe, was mehr schlecht als recht funktioniert nach den erlebnisreichen Tagen in Kalifornien. Es braucht wohl noch etwas, bis die Aufregung (im positiven Sinne) und das Adrenalin abgebaut ist. Am nächsten Tag bringt der Flieger uns heim...zurück nach Deutschland.


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Fazit:

Kalifornien ist für mich das Land der Extreme. In drei Wochen habe ich noch nie so viele unterschiedliche Gegebenheiten und Landschaften gesehen wie vor Ort in diesem Bundesstaat. Bunte, mit Leben gefüllte Städte, die für mich schönste Küstenstraße der Welt, das strahlende Blau der Seen, die schrillen Menschen...vom grünen, saftigen Nationalpark in ein paar Stunden an den dürrsten und wärmsten Ort, den ich je kennengelernt habe. Unterschiedlichste Vegetation, das crazy Leben in Las Vegas, unnormal große Bäume, wahnsinnige Aussichten auf den Canyon...und die Sonne, die unermüdlich ist. 

Bingo- der Sonnenstaat ist für mich ein Volltreffer!

Ich habe die Reise mit meiner Schwester bestreiten dürfen. Die Mischung aus Unterkünften und der Zeit in unserem ´Zu Hause´ dem Campervan war genau richtig, die Reisezeit September/Oktober perfekt. Aufgrund der Nebensaison war es kein Problem an Ort und Stelle einen passenden Campingplatz zu finden. Die Campingplätze sind durchweg gut bezahlbar (wenn man die privaten Plätze auslässt) und sind zumeist von einer Traum-Kulisse umgeben. Gezahlt wird hier bekanntlich mit dem US-Dollar.

Das Klima zur gewählten Reisezeit (September/Oktober) war sehr angenehm, Shorts und Shirts waren allzeit willkommen, in der Nacht ist es zumeist ordentlich abgekühlt. 

Das Land ist einfach zu bereisen, es ist auf Touristen eingestellt, die Infrastruktur ist gut...und die Surfer mit ihren von Sonnenmilch weiß gefärbten Gesichtern hatten immer ein  Lächeln auf dem Gesicht.

Glutenfreie Ernährung ist in Kalifornien kein Problem, jeder kennt sich aus, Restaurants und Cafés wissen etwas mit dem Begriff ´glutenfree´ anzufangen- ich habe mich gefühlt wie im Schlaraffenland. 

 

Die Erinnerungen an diese Reise werden wohl für immer bleiben.