Interrail - Mit dem Zug durch Südeuropa

17 Tage Rundreise Südeuropa

- Frankreich, Italien, Kroatien, Slowenien, Tschechien - 

- Nijmegen, Paris, Nizza, Cinque Terre, Gardasee, Venedig, Rovinj, Plitzwitzer Seen, Rijeka, Ljubljana, See Bled, Prag, Bocholt -

= 4514 km

Vorinformation:

Ich bereiste die Länder mit dem Zug, mit einem Interrail Ticket, welches je nach Angebot für mehrere Länder ausgestellt werden kann. Eine gewisse Vorabplanung muss meiner Meinung nach erfolgen, da das Ticket an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. So ist ein Interrail Ticket zum Beispiel nie im Heimatland gültig und bei meinem Ticket durfte ich innerhalb von zwei Wochen nur eine gewisse Anzahl von Fahrtagen haben. Es gibt viele unterschiedliche Varianten, informiert euch da am Besten selbst über www.interrail.eu. 

Wenn man 27 Jahre und jünger ist, erhält man Ermäßigungen beim Kauf eines Interrail-Tickets, die sich lohnen. Für den anderen Fall, muss man wohl warten bis man 60 Jahre ist und älter, erst dann gibt es wieder Prozente :).

Für Nachtzüge wird zumeist eine Reservierung und ein Aufpreis verlangt.

Für manche Verbindungen bietet sich das Zugfahren leider einfach nicht an, da das Netz nicht entsprechend ausgebaut ist. So musste zusätzlich zum gekauften Zugticket immer mal wieder Geld fürs Busfahren ausgegeben werden, die Preise hielten sich aber durchweg in Grenzen.

Den Rucksack konnten wir auf der Reise zumeist nach dem Auschecken noch in der Gepäckaufbewahrung im Hotel/Hostel zurücklassen und diesen zu einem späteren Zeitpunkt abholen, was den Tag unkompliziert gestaltete. 

Ich reiste gemeinsam mit meiner Freundin, Interrail bietet sich aber auch für Alleinreisende jederzeit gut an.

Ja, dann mal los...

 


Tag 1:

Nijmegen - Paris = 483 km, 5 Stunden 45 Minuten Zugfahrt

Ein Glück, dass ich nahe an der Grenze wohne! Da das Ticket wie bereits beschrieben nicht für das eigene Land gilt, starte ich also von den Niederlanden und mache mich auf Richtung Frankreich. Erst am späten Abend komme ich am Gare du Nord in Paris an. Zwischen den Menschenmassen treffe ich endlich auf meine Freundin und Reisepartnerin und es ist schön sie in die Arme zu schließen. Auf dem Weg zum Hostel stelle ich mir immer wieder die Frage, ob ich es beim Packen nicht doch etwas zu gut gemeint habe und mir ist bewusst dass das bevorstehende Abendteuer alles andere als rückenfreundlich sein wird :). 

 

Mit einem Flaschengetränk aus dem Hostel besuchen wir für den Abend noch die Sacre-Coeur. Viele Menschen sind hier versammelt um die Atmosphäre über der Stadt einzufangen, zusammenzukommen, zu plaudern und den Klängen von Musik zu folgen. Der Start in die Reise ist mehr als gelungen. 

Unsere Unterkunft soll das Woodstock Hostel sein. 


Tag 2:

Paris- Die Stadt der Liebe...wir sind selbstverständlich den gesamten Tag auf den Beinen und erkunden Paris Sehenswürdigkeiten. Wir starten mit dem Tour Montparnasse, von dessen Aussichtsplattform (210m hoch) wir einen Blick über die gesamte Stadt haben. Der Eifelturm steht im Mittelpunkt der Stadt und das völlig zurecht. Louvre, Notre Dame, das Künstlerviertel Montparnasse, die Champs-Elysées, der Arc de Triomphe- Paris lässt sich wunderbar zu Fuß entdecken. 

In einer glutenfreien Bäckerei habe ich mich eingedeckt und zum Abendessen gab es dort eine glutenfreie Quiche, für die Zugfahrt am Abend einen Nutella-Crepe zum Mitnehmen. Leider hat diese laut aktueller Recherche nun dauerhaft geschlossen. 

 

Paris - Nizza = 930 km, 11 Stunden und 20 Minuten Zugfahrt

Am Abend nahmen wir den Nachtzug von Paris Austerlitz und fahren ohne Umzusteigen durch bis an die Côte d´Azur nach Nizza. Das Schlafen im Zug ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber wir sind schließlich noch jung ;) und das Gefühl welches aufkommt, wenn man am Morgen verschlafen die Gardine zur Seite schiebt und aufs offene Meer blickt lässt einen doch ziemlich schnell wach werde.

Man steigt in der großen Stadt ein und an der Küste wieder aus!


Tag 3:

 

Nizza hat eine tolle Altstadt, einen langen Strandabschnitt und einen Schlossberg, auf dem man nach Anstieg mit einer tollen Aussicht belohnt wird. Vom Place Masséna lassen sich Altstadt und Promenade bequem zu Fuß erreichen. Es gibt die St. Nicolas-Kathedrale und den Palais Luscaris (Palast mit außergewöhnlichen Fassaden).

Wir legen uns an den Strand, es bleibt Zeit zum Entspannen und um den Zeh ins Wasser zu tauchen. 

 

 

 

Über die Website www.couchsurfing.com haben wir uns vorab einen Schlafplatz organisiert. Wir sollten uns wie zu Hause fühlen, was wir auch getan haben. Über Tag erkundigten wir alleine die Gegend, die zwei Abende verbrachten wir gemeinsam mit unserem Host. Und eines ist sicher: In Nizza können die Nächte lang werden :). 


Tag 4:

Nizza - Cannes (hin und zurück) =  66 km, 80 Minuten Zugfahrt

Da es uns am Strand in Nizza zu turbulent zugeht, suchen wir nach einer Alternative und machen uns auf zu einem Tagesausflug nach Cannes und von dort mit der Fähre zur Ile Sainte Marguerite. Hier kann man so richtig die Seele baumeln lassen. Eine Yacht nach der nächsten liegt hier an der Mittelmeerküste im Wasser. 

In Cannes laufen wir die Promenade rauf und runter, kehren zum Abendessen ein. Die Stadt ist viel beschäftigt, es sind unglaublich viele Menschen unterwegs und die Ruhe der Insel ist an Land schnell verflogen. 


Tag 5:

Nizza - La Spezia = 300 km, 5 Stunden Zugfahrt

Sooo, nachdem wir ausgeschlafen waren, geht es weiter zu meinem Favoritenland der Tour: La bella Italia, zunächst nach La Sepzia.

An dieser Stelle ist vielleicht zu sagen, dass Zugfahren nicht immer langweilig sein muss, diese Route verkehrte zum Beispiel fast durchweg an der Küste entlang und es bleibt immer wieder Zeit sich gedanklich auf die nächsten Tage vorzubereiten, im Reiseführer zu lesen.

In La Spezia bummeln wir etwas durch die Stadt und am Abend kehrten wir in die Pizzeria Il Lagora di Isoppo Federico ein, die glutenfreie Pizzen bereiten. Rechts das Foto dient als Beweis dafür, dass wir uns nicht durchweg nur ungesund auf Reisen ernähren :P.

Wir übernachten zwei Nächte im La Casa de Gabriella

 


Tag 6:

Von La Spezia fahren wir mit dem Zug (Das Ticket ist nicht im Interrail-Ticket inkludiert und muss für einen erschwinglichen Wert zusätzlich erworben werden) nach Cinque Terre. Wenn die Möglichkeit besteht versucht die Tour in den frühen Morgen zu legen, um der Vielzahl an Touristen aus dem Weg zu gehen. 

Cinque Terre ist ein Küstenabschnitt der Riviera, an dem sich fünf Orte aneinanderreihen. Das tolle an diesen Orten ist, dass sie teils in den steilen Felsen liegen, direkt am Wasser, sie lassen sich hauptsächlich nur mit dem Zug erreichen und sind seit der Ernennung zum UNESCO- Kulturerbe leider kein Geheimtipp mehr. 

Nachdem ich im Dorf Vernazza zwei Kugeln (oder besser Schaufeln) göttliches italienisches Eis gegessen habe, kam zwei Dörfer weiter in Manarola dann aber doch der große Hunger auf. Und was bitte zerstört die Stimmung mehr als Hunger? Meine Freundin suchte den nächsten Kiosk auf und ich hatte mich schon gedanklich auf einen langweiligen Apfel eingestellt. Und ernsthaft: Ich habe meinen Augen nicht trauen können. In einem kleinen Küstendorf, mitten in den Klippen, hauptsächlich bewohnt von Menschen höheren Alters, ohne Supermarkt trumpft ein Straßenkiosk mit einer Auswahl an glutenfreien Gebäck auf, die ich mir zuvor nie erträumen lassen habe. Erst ein Jahr zuvor habe ich meine Diagnose bekommen, kannte solche Erlebnisse bisher nicht und ich sag euch meine Stimmung war mehr als gerettet :). Als der Inhaber mich dann noch auf den Kühlschrank in meinem Rücken aufmerksam machte fühlte ich mich wie eine Prinzessin. Wie sehr man das Essen doch zu schätzen weiß!

Da saß ich nun: Mit meiner Spinatblätterteig-Tasche, einem Stück Pizza und meinem ersten glutenfreien Bier auf dem Felsen mit Blick auf eines der schönsten Dörfer der Welt!

 



Tag 7:

La Sepzia - Pechiera di Garda (Gardasee) = 249 km, 5 Stunden 15 Minuten Zugfahrt

Im Hotel Benaco (dort werden wir zwei Nächte schlafen) liefern wir nur kurz unser Gepäck ab, machen uns frisch und schick geht es weiter nach Verona, damit wir unseren Fahrtag im Zug auch ordentlich auskosten. 

 

Pechiera di Garda - Verona (hin und zurück) = 60 km, 30 Minuten Zugfahrt 

Die Arena von Verona ist gut erhalten und wohl das Zentrum der Stadt. Auch heute noch finden dort Opern und Konzerte statt. Auf mich wirkt die Stadt prunkvoll und edel, die Menschen die in der Stadt unterwegs sind, sind vornehm gekleidet und das Angebot an Restaurants ist zahlreich. Ich habe die Erfahrung gemacht fast überall in Italien nach glutenfreier Kost fragen zu können, auch wenn es nicht auf der Menükarte steht ist die Bestellung eines glutenfreies Pastagericht nach Absprache fast überall möglich. Und der klare Vorteil in Italien (so meine Erfahrung): Jeder Koch kennt sich tatsächlich aus und weiß was er tut.  


Tag 8:

Die Erkundung des Gardasees macht vom Schiff aus besonders viel Spaß. Der Gardasee ist der größte See Italiens und leuchtet in den unterschiedlichsten Blautönen. Orte wie Lazise mit der malerischen Altstadt oder Sirmione werden angefahren und können bei einem gemütlichen Spaziergang erkundet werden. 

Auf dem Boot werden Postkarten geschrieben, die in nur wenigen Tage die Liebsten zu Hause erreichen sollen. 


Tag 9:

 

Pechiera di Garda - Venedig = 140 km, 1 Stunde 15 Minuten Zugfahrt

Allein die Altstadt Venedigs setzt sich aus 118 kleinen Inseln zusammen, ein Labyrinth aus Kanälen und Gassen. Die Stadt könnte unheimlich romantisch sein, wenn sie nicht nur so von Touristen wimmeln würde (ich muss mich leider einschließen, auch ich bin Tourist). 

Rialtobrücke und den Markusplatz mit seinen vielen Tauben suchen auch wir auf. In den Gassen wirkt die Stadt schon fast erdrückend auf mich, aber je weiter ich Richtung Meer komme, umso wohler ergeht es mir. Und die Gondeln zusammen mit ihren Gondolieren (so nennen sich tatsächlich die Gondelführer) sehen genauso so aus, wie man sich diese vorstellt oder bereits in Filmen gesehen hat. Sie tragen rot- oder schwarz-weiß-gestreifte Shirts, einen Hut auf dem Kopf und fast durchweg ein Lächeln auf dem Gesicht. Das Sleep Cheap at Francesca´s B&B ist zentral gelegen und reicht vollkommen aus. 

Richtig schön wird es am Abend, wenn sich der Trubel der Stadt etwas aufs Hotelzimmer zurückgezogen hat und man mit einem Tetrapack Wein den Abend direkt am Kanal ausklingen lässt. Da ist sie doch- Die Romantik :). 


Tag 10:

Venedig - Trieste = 161 km, 1 Stunde 45 Minuten Zugfahrt

Trieste - Rovinj = 105 km, 2 Stunden Busfahrt

Es geht von Italien nach Kroatien ins schöne Rovinj. Nachdem wir einen halben Tag mit Zug und Bus unterwegs waren suchen wir uns ein ruhiges Örtchen am Meer, wo wir uns mit unserem Handtuch niederlassen können.

Rovinj ist traumhaft schön, ob bei Tag oder bei Nacht. Straßenmusik hat hier einen ganz anderen Stellenwert, die kleinen Lädchen in der Altstadt haben auch bis spät am Abend geöffnet und wir folgen Stufen und Anhöhen bis wir oben an der Kirche (Die Kirche der Hl. Euphemia) angekommen sind. Kopfsteinpflaster und verwinkelte Gassen, schiefe und gebogene Häuser, gespannte Wäscheleinen von Fenster zu Fenster... Rovinj ist unheimlich urig. 

Wir übernachten zwei Nächte in Rooms Erik, einem Studio mit Küche, wo wir uns selbst etwas leckeres am Herd zaubern. 


Tag 11:

 

 

Von Rovinj zieht es uns noch einmal aufs Meer und wir schließen uns einer Tour mit dem Piratenboot an :). 

Sich die Meeresluft um die Nase fegen zu lassen, tut unheimlich gut. An Bort gibt es für uns Gäste gegrillten frischen Fisch mit Reis und Tomatensalat. Entsprechend viele Möwen fanden unser Boot mehr als attraktiv und auch die Piratenflagge schreckten sie nicht ab. 


Tag 12:

Rovinj - Rijeka = 95 km 

Über den Anbieter Autotrans fahren wir mit dem Bus nach Rijeka (die Zugverbindung ist katastrophal).

Die Stadt ist nicht sonderlich hübsch, es gibt aber einen großen Hafen und viele Möglichkeiten in einem Café einzukehren. Da wir uns den Nationalpark Plitvicer Seen auf keinen Fall entgehen lassen wollten, nutzten wir Rijeka als kleinen Zwischenstopp.

Am Abend ging es früh ins Bett im Hostel Kosy.  


Tag 13:

 

Rijeka - Nationalpark Plitvicer Seen = 155 km

Der Nächste Reisetag wird wieder ausgiebig genutzt und noch im Dunkeln geht es mit uns samt Gepäck zum Bahnhof, an dem uns das erste Rätsel des Tages erwartet: Auf welche Toilette haben wir bitteschön zu gehen?? Zenski oder Muski? Herrlich, haben wir gelacht...naja nach näherem Betrachten wussten wir uns schon zu entscheiden ;). 

Die Plitvicer Seen sind ein großes Waldschutzgebiet im zentralen Kroatien, welches aus 16 Seen und einer Vielzahl an Wasserfällen besteht. Viele kleine Wander- und Spazierwege führen am Ufer entlang, über Stock und über Stein, Holzstege zeigen uns den Weg. Die Seen schimmern in den verschiedensten Grün- und Blautöne und wie so oft ist es leider kaum möglich die Schönheit mit der Kamera festzuhalten. 

 

Nationalpark Plitvicer Seen - Ljubljana = 205 km

Am Nachmittag schnappen wir uns unseren Backpack, den wir glücklicherweise am Park lagern konnten und der Zug bringt uns in die noch fast unberührte Landschaft Sloweniens

Das Hostel Print ist unsere Bleibe für die nächsten zwei Nächte. 


Tag 14:

Ljubljana - See Bled = 110 km, 3 Stunden Zugfahrt

Bevor wir die Stadt Lubljana kennenlernen geht es mit uns wieder ins Grüne, an den Bleder See. Es ist unglaublich schön, fernab vom Trubel scheint das Fleckchen Erde noch nicht entdeckt- unser Glück! Wir laufen zunächst ein ganzes Stück am See entlang, bis es bergauf zur Burg von Bled geht. Ein fantastischer Ausblick über den See erwartet uns, der uns seelenruhig zu Füßen liegt. Kleine Boote und Kanus sind auf dem Wasser unterwegs, es wirkt so friedlich. Slowenien hat bei mir schnell einen Stein im Brett.


Tag 15:

Ljubljana ist Slowniens Hauptstadt und hier pulsiert das Leben. Es wirkt als würden unheimlich viele junge Menschen in dieser Studentenstadt leben und es wimmelt nur so von hippen Bistros und einer urigen Kneipenszene

Zu Fuß lässt sich vieles bequem erreichen. Alte Kirchen trumpfen auf und die Häuser in unterschiedlichen Pastellfarben reihen sich aneinander. Und selbst die Tauben scheinen sich in dieser Stadt pudelwohl zu fühlen. 

 

Ljubljana - Prag = 705 km, 12 Stunden Zugfahrt

Am Nachmittag geht's in den Zug, am Abend steigen wir in Wien um und kommen in aller Herrgotts Frühe im nächsten und letzten Land unserer Reise an: Tschechien



Tag 16:

Wie dankbar wir waren, als wir um 4 Uhr Morgens unser Arpacay Backpacker Hostel aufsuchten und uns die Frau mitteilte, dass wir unsere Betten schon nutzen durften, um die Zeit bis zum Anbruch des Tages mit dem sinnvollsten Inhalt zu füllen: Dem Schlafen! Eine Wohltat!

Prag- die goldene Stadt! Auf geht es auf Erkundungstour. Das erste, an das ich denke, wenn ich mich an Prag zurück erinnere, ist auch hier die Straßenmusik, die es dort überall zu hören gibt. Gitarre, Trompete, Klarinette, Geige...die Stadt zeigt sich musikalisch. Es macht Freude über die bekannte Karlsbrücke zu laufen und natürlich wartet auch die Prager Burg auf uns. 

So, und nun kommen wir wohl zum wichtigsten Teil. Kommt niemals, wirklich niemals auf die Idee nach einer durchzechten Nacht dem Taxifahrer nur den Namen des Hostels zu nennen darauf zu vertrauen, dass er euch auch tatsächlich auch dorthin bringt. Das kann ordentlich nach hinten losgehen und zum Abschluss der Reise waren wir plötzlich 110 € ärmer. Nachdem der guter Herr Taxifahrer uns über einen riesigen Schlenker noch zweimal an dem Club vorbeiführte, an dem wir zuvor eingestiegen waren, mussten wir zunächst also im Hostel unsere Bankkarte aus dem Gepäck wühlen, um uns dann zum nächsten Bankomat kutschieren zu lassen. Vorrausschauend und organisiert wie wir nun mal sind haben wir nämlich zuvor alle überschüssigen Tschechischen Kronen vertrunken :). Wir bezahlten die gesamte Prozedur nach einer langen Diskussion schließlich doch und was blieb uns dann? Der Rückweg zu Fuß :). Da waren wir ja weit gekommen...

Auch wenn man kurzweilig nicht verstehen konnte, wie naiv man mal wieder sein konnte, im Nachhinein betrachtet war es ein tierisch lustiger Abgang und rundete unsere Reise ab! Unglaublich, aber auf Reisen lernt man nie aus! 

 


Tag 17:

Prag - Bocholt = 750 km

Es blieb uns noch genau so viel Zeit um uns abzubrausen, die Zähne zu putzen und uns auf den Weg zum FlixBus zu bewegen.....Neeeeiiin, Richtung Heimat!!

Aber jede noch so schöne Reise hat ein Ende. 

 


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Fazit:

Ja was lässt sich sagen...Ich denke jeder von euch hat schonmal einen Teil Südeuropas kennenlernen dürfen. Die Länder sind toll, abwechslungsreich und das Wetter meinte es im August ewig gut mit uns!

Die Art zu reisen, mit dem Zug unterwegs zu sein, hat mir richtig gut gefallen. Man ist ziemlich unabhängig, hat niemals selbst die Verantwortung aktiv am Straßenverkehr teilnehmen zu müssen und die Abteile waren nur ein einziges Mal so überfüllt, dass wir es uns im Zwischenraum gemütlich machen mussten. 

Europa ist beliebt und wird natürlich gerade in den Sommermonaten stark bereist, wenn ihr die Möglichkeit habt würde ich euch die Reise fürs späte Frühjahr oder den Herbst empfehlen. 

Die Mischung aus unterschiedlichen Landschaften, Sprachen und Währungen hat zu keinem Moment Langeweile aufkommen lassen. Und schon oft habe ich mit der Freundin rückwirkend darüber gesprochen, dass uns die Reise aufgrund der vielen Eindrücke viel länger vorkam als sie tatsächlich war. 

Es wird sicher nicht mein letzter Interrail sein, allerdings muss ich wohl nun im ´hohen Alter´ mehr Geld in die Hand nehmen :).