Georgien - Madloba Kaukasus

10 Tage Rundreise Georgien

- Tiflis, Kazbegi, Kutaisi, Svaneti (Mestia und Ushguli), Batumi -

 


Georgien - das Land zwischen Europa und Asien. Was soll ich davon halten? Wenn ich ehrlich bin, wusste ich das vor Anreise nicht so recht. Doch was ich wusste war, dass ich enttäuscht wäre wenn diese Reise mir nicht gefallen würde. Also, auf in den Osten und Richtung Kaukasus. Gemeinsam mit drei Freundinnen mache ich mich auf den Weg.


Tag 1:

Wir beginnen unsere Reise im wunderschönen Tiflis. Wunderschön ist nicht einfach so daher gesagt. Der Charme der Stadt ist ab dem ersten Moment zu verspüren. Nach dem Beziehen des Airbnb geht es mit uns gleich in die Cable Car, von Hoch oben verschaffen wir uns die beste Übersicht über die Stadt. Hier gibt es kleine Stände, Straßenmusiker, und ein Café, was wir liebevoll ´Unser Stammi´ bezeichnen (in Wirklichkeit heißt es Grilisi), da wir es an beiden Tagen in Tiflis besucht haben :). Auf einem Plateau mitten über der Stadt lässt sich wunderbar Kaffee oder Wein trinken. Von hier aus laufen wir im Nu hinunter in die Altstadt. Urige Gassen und Häuser, die Wäsche hängt aus den Fenstern oder über der Leine, an jeder Ecke wird miteinander geplaudert.  

Der Kern der Stadt, inklusive der Friedensbrücke und der umliegenden Kneipen- und Restaurantviertel lässt sich ohne Probleme zu Fuß ablaufen, so bekommt man ein Gefühl für die Stadt. Wichtig: Die dekorativ hübschen, bunten Schnüre (Tschurtschchela), die an jeder Straßenecke zu finden sind, sind nichts für uns Zölis geeignet, es sind überzogene Nüsse aus einer Masse von Traubensaft, Mehl und Honig/Granatapfel/Kiwi. 

Direkt am ersten Abend gönnen wir uns etwas Entspannung in einem der traditionellen Bäder. Wir besuchen das das Abano No 5 Bad, genießen den Wechsel von kaltem und heißen Wasser in einem privaten Raum und eine anschließende Schaummassage. So können wir am Abend doch gut in die Federn fallen. 


Tag 2:

Die Sameba Kathedrale wurde erst 2004 fertig gestellt. Seither ist sie Anlaufpunkt für orthodoxe Christen. Die Haare unter dem Kopftuch, die Hände zumeist gefaltet, besuchen die Besucher andächtig die Kirche. Dieser Ausdruck von strenger Gläubigkeit erinnert mich an meinen Besuch in der Grabeskirche in Jerusalem. 

Wie wir zur Kirche herauf und im Anschluss zur Innenstadt hinunterlaufen fällt mir die einfache Lebensweise der Georgier auf. Die Haustüren sind in dieser Gegend zumeist nur mit einem Vorhängeschloss gesichert, in den Hinterhöfen gibt es kleine Werkstätte und die Kinder spielen hier noch auf den Straßen.  

Am Abend holen wir den Mietwagen ab, unseren Geländeflitzer, der für die nächsten Tage unser treuer Begleiter sein soll. 


Tag 3:

Kurz überlegte ich, ob ich von diesem morgendlichen Ereignis berichten soll...aber es hat unserem Urlaub im Nachgang ein ordentliches Schmunzeln verliehen. Wir waren mit unserem Mietwagen noch keine 10 Minuten gefahren, wir wollten einen kurzen Stopp beim Supermarkt machen um uns mit dem nötigen Proviant für den heutigen Tag einzudenken, wir haben keine Zeit zu verlieren, denn wir haben heute Großes vor...da passierte es...wir verwechselten Vorder- und Rückwärtsgang unserer Automatik-Kutsche und prasselten mit ordentlich Schmackens und Wucht in den uns hinter stehenden strahlend weißen Toyota Land Cruiser. Na herzlichen Glückwunsch, 4 deutsche Mädels treffen auf 5 Schweizer Jungs, zwei kaputte Autos, zwei Mietwagengesellschaften und  die Polizei. Alle, wirklich alle, nahmen es vor Ort mit mächtig Humor, was uns die Situation wirklich erleichterte. Was in Deutschland seitenlangen Papierkram bedeutet, ist in Georgien nach etwa einer dreiviertel Stunde geklärt. Nachdem wir den Jungs, die zu einem Junggesellenabschied nach Georgien gereist waren, noch bei einer Challenge behilflich sein konnten, war es am Ende doch ´Ein Geben und Nehmen´ :D und eine wirklich ulkige Begegnung.

 

So, nun kann es aber wirklich los gehen, nach dem Schrecken am Morgen, meistern wir die Fahrten mit unserem ´Landi´ großartig. Über den Georgian Military Highway geht es unserem Ziel entgegen - Kazbegi und der Dreifaltigkeitskirche

Die Kirche, umsäumt von der spektakulären Bergkulisse, ist das meist fotografierte Bild des Landes. Es lässt sich bis an die Kirche mit dem Auto heranfahren, schöner ist es vielleicht wenn man die Kirche zum Tagesziel einer Wanderung macht.  




Tag 4:

Am Morgen verlassen wir die Stadt Tiflis, aber Halt: einen kleinen Abstecher gibt es noch zum Desertirebis Bazari, dem größten Obst- und Gemüsemarkt der Umgebung. Hier fallen wir mit einer Gruppe aus vier jungen Frauen schon ziemlich auf. Wir werden angesehen, es wird sichtlich über uns gesprochen, aber alles in einer respektvollen Art. 

Es geht nach Kutaisi. Das Internet scheint sich nicht immer einig zu sein, ob es die zweit- oder drittgrößte Stadt des Landes ist. Sie ist definitiv mehr als überschaubar. Nach Ankunft laufen wir zur Bagrati Kathedral. Der Sonnenuntergang ist von hier oben fantastisch und der mitgebrachte, von den einheimischen selbst gepanschte Rotwein mit Kohlensäure, schmeckt nach mehr!

Im Restaurant am Abend bekommen wir ein kleines Gefäß mit hellbrauner Flüssigkeit vorgesetzt, ein Geschenk des Nachbarstisches, so der Kellner. Wir wissen bald: Das muss Chacha sein, der georgische Brandy. Nachdem wir uns bedankt haben, dauerte es nicht lange und der Nachbar setzte sich zu uns an den Tisch. Er stellt sich vor, möchte mehr von uns wissen, spricht einen Toast, einen Trinkspruch/guten Wunsch, für uns aus und regt an, dass wir selbst einen benennen. Bis dato war uns nicht bekannt, dass dies ein sehr wichtiges und ernstzunehmendes Ritual in Georgien darstellt. Wieder haben wir etwas dazu gelernt. 


Tag 5:

Mit unserem Gastvater im Hostel erarbeiteten wir den Plan für den heutigen Tag: Okatse Canyon, Okatse Wasserfall und Lomina Lake. Das Wetter spielt uns wieder zu, die Sonne strahlt mit uns um die Wette.

Am Visitor Center lassen wir unser Auto stehen und wir laufen zunächst einige Zeit durchs Grün, bis der Steglauf über den Okatse Canyon beginnt. Unter den Füßen kann man durch das Gitter hinab in die Tiefe blicken, was zunächst ein etwas mulmiges Gefühl in mir hervorruft. Die Ausblicke sind toll, vor allem am Ende, wo die Aussichtplattform in den Canyon hineinragt. Wenn man im Besitz eines Allradwagens ist, lassen sich alle aufgezählten Punkte eigenständig erreichen. Wobei es die Fahrt zum Lomina Lake wirklich in sich hatte. Hätte man dort niemanden vor Ort gehabt, der uns den Weg zeigt, uns Mädels Zuspruch entgegen bringt und unseren Wagen aus den großen Sumpflöchern befreit, hätte es düster aussehen können. Das Auto schliddert durch den Matsch, so wirklich Kontrolle über das Auto ist uns während der Fahrt nicht gegeben, das Gefühl fürs Gaspedal ist hier echt gefragt und der Adrenalinspiegel ist im gesamten Auto gegeben. Alles Erinnerungen, die den Urlaub wirklich sehr lebendig gestaltet haben. 



Tag 6:

Heute geht es endlich in den Kaukasus, und zwar mitten hinein nach Mestia. Eine lange Autofahrt besteht uns somit bevor. Die Berge kommen immer näher auf uns zu, die Farben der Bäume werden gelb, orange und rot. Wie sehr ich die Herbstfarben doch mag!

Im Hintergrund sind bereits die hohen Gletscher zu sehen. Unsere Straße wendet sich in Serpentinen entlang der Abgründe.

In Mestia schlendern wir mit einem heißen Latte durchs Dorf, viele Touristen machen es uns gleich. Heute noch machen wir uns ein Bild von der bevorstehenden Wanderung am nächsten Tag, es geht hoch hinaus!


Tag 7:

 

Heute müssen die Wanderschuhe richtig was beweisen. Es geht hoch auf den umliegenden Berggipfel, zum Mestia Cross. Wir wählen den steilen und direkten Wanderweg links vom Dorf hinauf. Ein Hirte sieht uns vom Dorf aus laufen und macht durch Pfiffe und Gestik bemerkbar, dass wir auf der falschen Fährte sind. Die Menschen sind hier allesamt sehr sehr umsichtig und hilfsbereit. Nach etwa zwei Stunden bis ans Gipfelkreuz, geht es weitere zwei Stunden zu den Koruldi Lakes. Auch wenn die Seen an sich zu dieser Jahreszeit eher uninteressant sind, ist die Bergwelt hier in jedem Fall sehenswert! Felder und Gräser soweit das Auge reicht, zwischendrin kleine Hütten fürs Vieh.

Acht Stunden auf den Beinen und auf dem Berg, ein paar Müsliriegel und Obst zur Stärkung, sind wir doch am Ende heil froh ebenerdigen Boden unter den Füßen zu spüren. 

Die alte Dame, bei der wir unser erstes Wasser nach der Wanderung kaufen konnten, war ein wahrer Goldschatz. 

Am Abend kaufen wir das hier sehr bekannte Svaneti-Salz, eine Gewürzmischung, die hier in den Bergen für Kartoffeln und Fleisch genutzt wird- ein tolles Mitbringsel für zu Hause. 

 



Tag 8:

Ich freue mich besonders auf diesen Tag, ein Tag und eine Nacht in Ushguli auf 2050m Höhe, dem höchstgelegenen Bergdorf Europas. 

Zunächst steht uns eine 1,5 stündige Taxifahrt bevor. Von Mestia wurde uns nämlich von der Fahrt mit dem eigenen Mietwagen über mehrere Blogposts und dem Reiseführer abgeraten. Nach unseren ersten Erfahrungen im Matsch hätten wir die Strecke mit unserem treuen Allradfahrzeug im Nachhinein auf alle Fälle bewältigen können. Aber manchmal, so heißt es doch, sollte man sein Glück nicht herausfordern. Dafür machte unser etwas verrückter Tourguide einen Abstecher hoch auf den Gletscher. In Georgien werden nach und nach neue Skigebiete erschaffen, erste Sessellifte sind sichtbar. Die Aussicht lohnt sich, wir halten Schnee in der Händen und die Kulisse ist ein super Fotostop.

Auf dem Weg weiter ins Gebirge sehen wir nur noch kleine Wohnansammlungen, das Wort ´Dorf´ zu verwenden, wäre übertrieben. Immer wieder weichen wir Vieh aus, zumindest soweit sich ausweichen lässt. Die Strecke ist unbefestigt und zur rechten Seite ruft der Abhang. Aber wie gesagt, diesbezüglich sind wir bereits in Übung, unsere Mägen auch :). 

Ich komme nach Ushguli rein und bin vom ersten Moment an begeistert. Eine Bergwelt, wie ich sie noch nicht gesehen habe. Zerfallene, unterschiedlich farbige Hütten, zerklüftetes Gemäuer, alte Wehrtürme, Geräte der Landwirtschaft, so wie man sie in Deutschland heute nicht mehr kennt, alte Fahrzeuge die trotz ihres zerbrechlichen Zustands noch gute Dienste zu erweisen scheinen. Hier leben Mensch und Tier im Einklang. Die massiven Berge, der weiße über 5000m hohe Gletscher und der hellblaue Fluss, ein wirkliches Bilderbuch-Panorama. Ich fühle mich wie in eine andere Zeit versetzt, vielleicht ins Mittelalter?!

In der Stadt ist das Leben lebendig. Neben den Wanderern, die das ihr Etappenziel in den Dorf erreicht haben und sich in den kleinen Cafés stärken, laufen Kühe, Hunde und Schweine durchs Dorf. Junge Kinder auf ihren Pferden preisen Reittouren an. Ihren leuchtenden Augen wegen fällt es schwer zu widerstehen. Sie wachsen hier im Dorf auf, auf engstem Raum gemeinsam mit ihren Familien, das Tier als treuer Wegbegleiter. Ihr Leben ist einfach und dennoch, wie ich denke, sehr glücklich. Noch freuen sie sich über die Touristen, winken ihnen zu, lächeln. Ob dies immer so bleibt, wag ich leise zu bezweifeln. 

Wir verbringen den Tag im Dorf, laufen es ab und meine Kamera bleibt zu kaum einen Moment still. Gemütlich ist es. Der selbstgemachte Wein in einem der Cafés schmeckt stark, sauer und etwas seltsam. Der Obstteller hingegen schmeckt süß. Der Gastwirt schnappt sich eine von unseren Trauben, steckt sich diese in den Mund und lächelt uns verschmitzt zu. Ja, das ist Georgien!

Zum Abend hin wird das Vieh von den umliegenden Weiden eingeholt, weite Wege, die zumeist bereits ältere Senioren aus dem Dorf zu bewältigen haben. Sobald die Sonne sich langsam hinter den Bergen verabschiedet, wird es zügig kühl.

Unser Gästehaus ist aus Holz gebaut und es zieht wie Hechtsuppe aus allen Löchern. Hier ist dies normal, bzw. scheint das Wohnen hier noch überdurchschnittlich komfortabel, da unsere Unterkunft noch neu erbaut wirkt. 

Insgeheim freue ich mich sehr, dass es trotz der Lage der Unterkunft bei uns gängige Spühltoiletten gibt. Ich fühle mich umsorgt, selbst ein Heizkörper wird uns im Zimmer bereitgestellt. 

Gemütlich in Fleecejacke eingepackt erwartet uns das Abendessen in der Gaststube. Hausmannskost georgischer Spezialitäten von Mutter und Großmutter in ihrer privaten Küche gekocht. Mit Händen und Füßen und dem Ausschlusskriterium konnte ich deutlich machen, was ich essen darf und was für mich leider streng verboten ist. Ein wirkliches Festmahl aus vielen kleinen Kostproben und einer heißen Brühe. Der zweijährige Sohn kommt zu uns an den Tisch, auf der Suche nach neuen Spielgefährten. Er unterhält uns mit seiner Art, er weiß bereits jetzt was genau er will und albert mit seinem Großvater herum, der ein kurzes Stück auf seiner Mandoline spielt. 

Am Ende des Tages sind wir wohl eher im Bett verschwunden, wie der kleine Junge, erschlagen von den unzähligen Eindrücken. 

Ein Tag und ein Leben vor Ort, so wie ich es so schnell nicht vergessen werde - für mich das Herzstück der Reise. 


Tag 9:

Nach einem hervorragenden Frühstück brachte uns der Gastvater in seinem Auto zurück nach Mestia, wo unser Geländeflitzer auf uns wartet. Unterwegs sammelt er einen leeren Kanister bei einem kleinen Restaurant ein, um für dieses Besorgungen im Nebendorf zu tätigen. Ein Junge, den wir auf dem Weg einladen, steigt kurzfristig zu uns ins Auto um den langen Fußweg zu seinen Pferden einzukürzen. Das Dorf arbeitet zusammen und hilft sich gegenseitig, hier wird Nachbarschaft noch groß geschrieben. 

Von Mestia geht es dann den Weg zurück, dem schwarzen Meer und der Stadt Batumi zum Ziel.

Usguli und Batumi, ein Kontrast der in einem Land nicht größer sein kann. Wie kann man in einem Tag an nur zwei so unterschiedlichen Orten sein?

Für die Stadt Batumi finde ich zunächst kaum Worte.

Hier ist es nass, grau, Blitze erhellen die Stadt, wir wohnen in einem Hochhaus, unzählige weitere Hochhäuser liegen dicht an dich. Und weder eine Kuh noch ein Schwein weit und breit in Sicht. Gar nicht so das Wahre für mich :). 


Batumi, bekannt als das Las Vergas von Georgien. Was mich an diesem Tag definitiv sehr erfreut hat, war ein junges homosexuelles Paar, welches uns als Gäste im Restaurant mit Gitarre und Geige musikalisch begleitet hat. Wie schön es doch ist, wenn man musikalisch ist.  


Tag 10:

Nachdem ich anfangs merklich enttäuscht von der Stadt Batumi war, haben wir an unserem letzten Tag der Reise noch einmal alles aus dieser Stadt herausholen können. 

Ab Mittags schien die Sonne, was die nötige Starthilfe für den Tag war. Wir flanierten über den Boulevard, Eine Meile mit unzähligen Karussells, eingezäunten Bolzplätzen, Souvenirläden und kleinen Imbissständen. Zum Ende hin wurde die Architektur immer verrückter und richtig modern, hohe verspiegelte Wolkenkratzer. Wirklich schön wurde es für mich dann aber tatsächlich wieder in der Altstadt von Batumi. Hier ist wieder etwas von diesem Charme, den ich am gestrigen Tag doch arg vermisst hatte. Ausgehend der Altstadt geht es mit dem Taxi zum Botanischen Garten. Die Kunst hier ist die Karte der Anlage richtig zu verstehen und sich eine Route vor Ort zu überlegen. Ansonsten lässt sich bis zu 8 Stunden in diesem Park verweilen, kleine Elektrobusse leisten teils den Transfer und es gibt sehenswerte Ausblicke auf die Stadt. 

Mit der Gondel geht es hinauf auf den Anuria Hill, von dem man die Stadt noch einmal aus der Vogelperspektive begutachtet. 

Am Hafen der Stadt ist einiges los, wirklich viele Angler und Fischer sind zu sehen, auch wenn nur kleine und einzelne Boote und Schiffe angelegt haben. 


Am Ende des Tages war ich doch sehr zufrieden mit unserer letzten Etappe der Reise. Im Riesenrad und später noch im Cha Cha Time runden wir die Reise ab.

Madloba Georgien für diese schöne Zeit! Ich werde dich, wie es von den Einheimischen gewünscht ist zu Hause weiterempfehlen und gut von dir sprechen. 



Download
Rundreise Georgien- Handout zum Ausrucken
Georgien.pdf
Adobe Acrobat Dokument 627.0 KB

Fazit

Ich bin immer wieder auf der Suche nach Ländern, die mich ´mitnehmen´ und flashen. Das hat Georgien in jedem Fall geschafft.

Naturliebhaber können sich an diesem Land gar nicht satt sehen. Deftige Hausmannskost, liebevolle Blicke und Gesten, die einem von den Georgiern entgegen gebracht werden und für mich eine perfekte Mischung aus Stadt- und Landleben.  

 

Zum Thema Ernährung kann ich diesen Blogbeitrag nur wenig mit konkreten Inhalten füllen. Der Begriff Zöliakie scheint in Georgien nicht bekannt, Glutenunverträglichkeit ähnlich wenig. Mit meiner ´Bitte an den Koch´ in russisch habe ich es auch meist nicht so weit gebracht, sodass ich mein Problem zumeist auf englisch schilderte und das aß, was ich meinte essen zu können. Auch wenn diese Antwort für manch einen natürlich sehr wage und unzufriedenstellend ist.

Die Kost ist deftig und, so wirkt es, natürlich gehalten. Bohnen, Kartoffeln, Gemüse, Käse und Fleisch sind neben Brot in aller Variationen durchaus gängig. Gewürzt wird viel mit Dill und Koriander. Ich hatte immer das Gefühl einiges von der Speisekarte essen zu können, ich war nie hungrig und es hat wirklich durchweg lecker geschmeckt.  

Auf Georgiens Straßen muss man egoistisch sein, sich einfach einreihen, im Zweifel hupen und sich den Weg frei machen. Die Wege zum Ziel sind häufig nicht befestigt, ein Allradwagen ist in diesem Land wärmstens zu empfehlen. 

Die Reisezeit September und Oktober war ein Volltreffer. Abgesehen von einem Nachmittag Regen, hat die Sonne fast durchweg geschienen und uns auf der Reise begleitet.

Der Tourismus wird mehr und mehr zunehmen, so wie es das Land derzeit auch wünscht. Ich hoffe sehr, dass das Land seinen Ursprung bewahren kann und bin froh es noch so kennengelernt zu haben.